Die Querflöte und Piccolo:
Die Querflöte dürfte bereits im Altertum entstanden sein (Knochenflöte). Seit dem Mittelalter war sie in Deutschland sehr verbreitet, so dass man sie in allen Ländern mit "deutscher Flöte" bezeichnete. Im 16. Jahrhundert war sie noch ein unbedeutendes Instrument des Militärs, wo die Querflöte mit der Trompete gespielt wurde. Im 17. Jahrhundert wird die bis dahin noch primitiv gebaute und roh klingende Querflöte vor allem in Frankreich durch bessere Bohrung, Zerlegung in drei Teilen und Anlegung von Klappen zu einem hochwertigem Konzertinstrument entwickelt. Im 18. Jahrhundert war sie als Soloinstrument besonders beliebt. Sie war das Lieblingsinstrument Friedrichs des Großen. Sein Flötenlehrer Johann Joachim Quantz schrieb eine bedeutende Flötenschule. Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts hatte die Querflöte stets einen Beinamen "flauto traverso". In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Instrument durch das Klappensystem von Theobald Boehm entschieden verbessert. Darum wird sie auch heute noch Boehm-Flöte genannt. Seit damals wird die Querflöte aus Metall gebaut.
Die kleine Flöte oder das Piccolo ist relativ jung, es wurde erst seit dem Ende des 18. Jahrhunderts benutzt und ging aus der primitiven einteiligen Querpfeife des Militärs hervor. Bei der Marschmusik wird statt der großen Flöte stehts das Piccolo verwendet, denn sie übertönt mit Leichtigkeit ein im fortissimo (=laut) blasendes Orchester.
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