Das Horn:
Der Ursprung des Horns geht auf das Tierhorn zurück, das als Signalinstrument nur einen einzigen Ton spielen konnte. Seit dem 14. Jahrhundert ist es als kreisförmig gewundenes Jagdhorn bekannt, das um den Körper des Spielers gelegt wird. Das eigentliche Waldhorn wurde seit dem 17. Jahrhundert als Naturhorn gebaut (Posthorn). Das anfänglich verwendete kesselförmige Mundstück der Trompete wird durch ein trichterförmiges Mundstück ersetzt. Die Erfindung des Inventionshornes (Einsatz von Stimmbögen verschiedener Größen um verschiedene Stimmbögen zu erhalten) sowie die Anwendung der Stopftechnik machten das Waldhorn musikalisch verwendungsfähig. Es fand seit der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts einen festen Platz im Orchester. Seit 1814 werden die Hörner als Ventilinstrumente, meist mit 3 Ventilen gebaut. Heute wird das Waldhorn oft als Doppelhorn in F-/ B und in B/hoch-F Stimmung gebaut. Mit einem Daumenventil wird der Grundton F auf den eine Quarte höher liegende Grundton B umgeschaltet, so dass man die höhere Lage besser blasen kann. Etwa 1970 wurde dann noch versucht, die Hoch-F-Stimmung in das Horn zu integrieren. Das Ergebnis waren Tripelhörner mit dreistöckigen Spielventilen in der Stimmung tief F/B/hoch F. Eine Ausnahme bildet das Wiener Horn. Es entspricht praktisch einem Inventionshorn mit F-Bogen, das mit Pumpventilen ausgestattet wurde.
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