Die Trompete:
Trompeten gab es bereits im Altertum als lang gestreckte hölzerne oder metallische Röhren. Im Mittelalter trat in Europa eine gestreckte Form auf, die im 15. und 16. Jahrhundert vergrößert und in gewundene Form als Naturtrompete gebaut wurde. Das Instrument diente damals noch ausschließlich als Signalinstrument. Um 1680 kam das "Corno da caccia" (Jagdtrompete) mit einer kreisrund gebogener Schallröhre auf. Die hoch liegenden Trompeten- stimmen wurden mit "Clarino" bezeichnet. Das Spielen dieser hohen Partien, das "Clarinblasen", verlangte eine große Fertigkeit. Daher waren die Trompetenbläser im16.,17. und im 18. Jahrhundert hoch geachtet und sie schlossen sich in einer eigenen Zunft zusammen. Ab 1750 gibt es einige Versuche, eine chromatische Trompete zu bauen. So entstehen die Inventionstrompete mit verschiedenen Stimmbögen und die Klappentrompete mit klarinettenähnlichen Klappen. Beide Instrumente können sich nicht durchsetzen. Allerdings wurde eines der berühmtesten Trompetenkonzerte (das von Joseph Haydn) für eine Klappentrompete geschrieben. Erst mit Anwendung der Ventile 1830 wurde die Trompete leicht spielbar. Heute unterscheiden wir zwei Formen:
Die Konzerttrompete (Zylindermaschinen = Drehventile) und
die Jazztrompete (Pertinetmaschine = Pumpventile).
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